Kombucha
Das Getränk, das mit Hilfe des
Teepilzes Kombucha hergestellt wird, hat eine stark
anregende Wirkung auf den Stoffwechsel und wirkt
blutreinigend, so daß er von vielen als
Universalheilmittel angesehen wird und es heißt, daß er
das Leben verlängert.
Heilwirkungen
Die Heilwirkung des Kombuchas ist die einer generellen
Regeneration. Diese Regeneration geschieht dadurch, daß
Reinigungs- und Ausscheidungsprozesse angeregt werden und
der Stoffwechsel belebt wird.
Die beobachtenden Wirkungen sind vielfältig, ob es den
Kreislauf betrifft oder die Verdauung, die Nerven oder
die Muskelfunktionen. Sogar weisse Haare dunkeln wieder
nach.
Außerdem wird vermutet, daß er wirksam bei der
Behandlung von Krebs ist.
Zumindest kann er die Nebenwirkungen der
schulmedizinischen Behandlung lindern.
Hier eine Übersicht der
wichtigsten Heilwirkungen:
Allgemeine Wirkungen:
wirkt lebensverlängernd, verringert die
Faltenbildung, erleichtert die Wechseljahre, verstärkt
die sexuelle Potenz.
Organspezifische fördernde
Wirkungen:
Appetit, Sehkraft, Muskulatur, Gelenke, Nieren,
Leber, Haare
Heilende, oder lindernde
Wirkungen bei Krankheiten:
Gelenk- und Rückenschmerzen, Arteriosklerose,
Diabetes, Schlaflosigkeit, Gallensteine, Leberstörungen,
Fettleibigkeit, Verstopfung, Durchfall, Hämmorrhoiden,
Arthritis, Geschwüre, Grauer Star, Herzinfarkt,
Windpocken, Gürtelrose, Krebs (vorbeugend und
therapiebegleitend)
Anwendung
Es reicht, wenn täglich 2
Gläser des Kombucha-Getränks getrunken werden. Am
besten gleich morgens auf nüchternen Magen. Für
täglich zwei Gläser wird ein 2,5 Liter-Glas pro Person
zur Herstellung des Getränkes gebraucht. Wenn mehrere
Personen ausreichend Kombucha trinken wollen, ist sollten
Sie sich einen zweiten Pilz züchten (siehe unten).Am
besten schmeckt er gut gekühlt.
Der Teepilz
Kombucha ist eine gelatineartige
Masse, gebildet aus einer Unzahl verschiedener
hefeartiger Pilze und Mikroben, die in Symbiose
(=Lebensgemeinschaft) leben.
Ein gesunder Pilz ist weisslich oder leicht hellbraun,
zäh und stabil. Er erinnert ein wenig an eine Schuhsohle
oder eine große Knorpelscheibe. Hin und wieder
produziert er bräunliche Schlieren, die man jedoch beim
Ansetzen eines neuen Kombuchas leicht abwaschen kann.
Die "Arbeitsteilung" zwischen
Hefepilzen und Bakterien sieht folgendermaßen aus:
Die Hefen vergären den Zucker zu
Alkohol und bieten damit den Bakterien die
Nahrungsgrundlage. Die Bakterien verwandeln den Alkohol
in Glucuronsäure, Milchsäure, Essigsäure und
verschiedene Vitamine. Da das Getränk sauer ist, können
sich nur die richtigen Bakterien in der Lösung halten.
Außerdem produzieren die Bakterien eine zellulosehaltige
gallertartige Masse, die den Pilz zusammenhält.
Das Getränk
Das entstehende Getränk ist
süß-säuerlich und enthält Glucuronsäure, die
Vitamine B1, B2, B3, B6, B12 und C sowie Folsäure und
rechtsdrehende (L+) Milchsäure, Aminosäuren, Enzyme,
antibiotische Stoffe und eine geringe Menge Alkohol. Der
Alkoholgehalt beträgt im Durchschnitt 0,5 %.
Die besondere Wirkung des Kombuchas beruht vorwiegend auf
der Glucuronsäure, die eine starke Entgiftung des
Körpers bewirkt. Sie verbindet sich mit den
Abfallstoffen des Körpers und Giften, die von außen
kommen und macht sie dadurch bereit für die
Ausscheidung.
Die Milchsäure wirkt stark hemmend auf schädliche
Darmbakterien und begünstigt somit den
Verdauungsprozess.
Herstellung des Kombucha-Getränkes
Um das Kombucha-Getränk selbst herzustellen, werden
folgende Dinge gebraucht:
Ein weithalsiges Glas, das mindestens
2,5 Liter faßt. Kombuchapilze fühlen sich nur in so
großen Gläsern richtig wohl. Besonders grosse
Gurkengläser haben manchmal die nötige Größe,
ansonsten können Sie ein ausreichend großes Glas im
Fachhandel erstehen.
Einen gesunden Kombuchapilz, etwa 400ml mit der alten
Kombuchaflüssigkeit, um es der neuen Mischung
beizufügen. Der Reifungsprozess des Kombuchagetränks
wird dadurch erleichtert und beschleunigt. Zur Not geht
es auch ohne diese Ansetzflüssigkeit.
Ein Mull- oder Leinentuch, das nicht weichgespült sein
sollte samt Gummiband, um das Glas abzudecken.
Ca. 2 Liter normalen dünnen schwarzen
Tee mit 2 TL Schwarztee kochen, 200-250 gr Zucker
hinzugeben und abkühlen lassen (max. Handwärme).
Den Teepilz mit der glatten Seite nach oben in den
süßen Schwarztee geben.
Wenn vorhanden, den Rest des alten Kombucha-Getränkes
hinzugeben, um den Reifungsvorgang zu beschleunigen. Die
gesamte Flüssigkeitsmenge sollte im breiten Bereich des
Glases ihre Oberkante haben, da der Pilz meistens oben
schwimmt und genug Platz haben will.
Das Glas mit einem Mull- oder Leintuch abdecken und mit
dem Gummiband befestigen. Der Pilz muß atmen können und
soll vor Verunreinigung geschützt werden.
An einem ruhigen Ort, der Zimmertemperatur hat (am besten
sind 23°C. Schwankungen von +-5° sind jedoch
problemlos) ca. 8-12 Tage reifen lassen. Wenn es zu kalt
ist, dauert die Reifung des Getränkes länger und wenn
es sehr warm ist, wird das Getränk zwar schneller
fertig, aber manchmal kippt es im Hochsommer auch um und
schmeckt dann merkwürdig und schleimig. Deshalb sollten
Sie im Hochsommer einen kühlen Platz bevorzugen.
Reif ist das Kombucha-Getränk, wenn es bei Bewegung des
Glases nicht mehr moussiert, also keine Bläschen mehr
aufsteigen. Der Geschmack ist dann ausgewogen
süsslich-säuerlich und angenehm erfrischend. Zu früh
getrunken, kann Kombucha noch Restalkohol vom
Fermentierungsprozess enthalten (was manche Geniesser
allerdings besonders schätzen).
Das gereifte Getränk durch einen Kaffefilter abfiltern
und im Kühlschrank aufbewahren, sonst bilden sich
schnell Kombuchaschlieren, die den Genuß etwas
einschränken.
Vor dem erneuten Einsatz den Pilz mit handwarmem Wasser
abspülen und alle braunen Schlieren entfernen.
Für einige Zeit kann der Pilz auch,
vollständig mit Flüssigkeit bedeckt, transportiert,
oder im Kühlschrank aufbewahrt werden
Pilzvermehrung
Normalerweise schwimmt der
Kombuchapilz oben in der Flüssigkeit des Glases.
Nachwachsende Pilzanteile schwimmen ebenfalls nach oben
und verdicken auf diese Weise den Pilz.
Nach einer Weile ist er so dick geworden, daß er auf den
Boden des Glases absinkt.
Jetzt bildet sich an der Oberfläche des Glases ein
"Kombuchababy". Zuerst ist es ganz dünn, fast
durchsichtig. Wenn man den Ansatz jedoch lange genug
stehen läßt, verdickt es sich so, daß es beim
Herausnehmen nicht mehr zerfällt. Möglicherweise wird
das Getränk dann etwas saurer als gewohnt, aber es lohnt
sich, das "Baby" ein wenig reifen zu lassen.
Auf diese Weise läßt sich ein weiterer Kombucha
züchten, wenn der Bedarf die Leistungsfähigkeit eines
Pilzes übersteigt.
Schimmelschutz
Vor der Verwendung das Ansatzglas
mit Essig (Schimmelschutz) benetzen. Hat sich dennoch
Schimmel gebildet, den Pilz vorsichtig aus dem Glas
nehmen und gründlich abspülen Den Pilz dann über Nacht
bedeckt in Essig liegenlassen. Am nächsten Tag kann er
wieder in den Tee geben werden. Die Flüssigkeit braucht
man also nicht wegschütten, es sei denn, der Schimmel
hat bereits grosse Teile der Pilzoberfläche befallen.
Auch dann ist der Pilz selbst nach Essigbehandlung wieder
verwendbar.
Geschichte
Der Teepilz Kombucha und das
daraus entstehende Getränk ist in Südrussland und dem
östlichen Balkan schon seit dem Mittelalter bekannt als
eine Art Universalmittel zur inneren Reinigung und
Regeneration des Körpers. Ursprünglich stammt er aber
aus Ost-Asien, wo über ihn schon aus dem 2. Jahrhundert
vor chr. berichtet wird. 414 n. Chr. wurde er auf
ausdrücklichen Wunsch des Kaisers von China nach Japan
eingeführt, geriet dort aber wieder in Vergessenheit.
Erst in den zwanziger Jahren dieses Jahrhunderts wurde er
von einer japanischen Medizinerin im Kaukasus
wiederentdeckt, die dort nach den Ursachen für das hohe
Alter der Bewohner mancher Dörfer forschte.
Im Dorf Karkasok fand sie besonders viele Alte, aber
ausserordentlich rüstige Menschen, manche über 100,
aber noch voll im Einsatz bei der schweren Feldarbeit im
Gebirge. Als Ursache für das hohe Alter bei voller
Vitalität konnte sie nur einen Faktor ausmachen, der bei
allen gemeinsam zu finden war: Kombucha!
Sie nahm den Teepilz mit nach Japan, vereinfachte die
Herstellung des daraus gewonnenen Getränks und er findet
so den Weg zurück zu uns nach Europa.
Viel Spaß beim Ausprobieren!
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