Feigenkaktusblüten
Opuntia ficus indica
Auszug aus dem Hobbythek-Tip: "Es lebe die
Liebe" von Jean Pütz:
Im Mai 1996 trafen wir anläßlich
einer Reise nach Israel Prof. Yosef Mizrahi vom Institut
für Wüstenforschung der Ben Gurion Universität in
Beer-Sheva.
Er berichtete über die Suche nach Wüstenpflanzen, die
sehr gut mit Brackwasser gegossen oder gar nicht
bewässert werden müssen. Solche Pflanzen holt Prof.
Mizrahi in die Negev-Wüste, baut sie in seinem Institut
an und verbessert ihre Erträge.
Eine der von Ihm erforschten Pflanzen ist der Feigenkaktus.
Prof. Mizrahi ist vor allem an dessen
Früchten interessiert und es gelang ihm durch geschickte
Zuchtauswahl und verbesserter Anbaumethoden statt bisher
einer sogar bis zu drei Ernten pro Jahr zu erzielen.
Besonderes Augenmerk verdienen die Blüten des
Feigenkaktus. Sie vertrocknen nach der Bestäubung und
fallen, wenn sie nicht gesammelt werden einfach ab.
Prof. Mizrahin berichtete uns jedoch von einem Kollegen,
Dr. Avinoam Nerd, der bei einem Sizilienbesuch ältere
Leute traf, die regelmäßig Tee aus getrockneten
Opuntiablüten tranken.
Auf Dr. Nerds Fragen erwiderten diese, daß der Tee zum
einen hervorragend schmecken, aber zum andern auch ein
uraltes Hausmittel gegen Prostatabeschwerden darstellen
würde.
Auch in Mexico, dem Ursprungsland des
Feigenkaktus wurde beobachtet, daß Frauen, die
regelmäßig frische Blüten und Früchte des
Feigenkaktus aßen, seltener an Blasenproblemen wie etwa
Harninkontinenz, d.h. unfreiwilligem Urinieren, leiden.
Die Blüten sind offensichtlich wahre
Tausendsassas.
Das hat eine Forschergruppe an der
Ben-Gurion-Universität, Beer Sheva belegt.
Sie haben Männern mit Prostataproblemen das
Blütenpulver über mehrere Wochen hinweg in Kapseln
verabreicht. Die Tagesdosis, die den Versuchen zugrunde
lag, entsprach 1,5 Gramm Pulver.
Zunächst einmal reduzierte sich die Häufigkeit des
Wasserlassens auf knapp ein Fünftel, der ständige
Harndrang ließ nach, ebenso das Gefühl, sich nicht
komplett entleeren zu können, das lästige Tröpfeln
nach dem Wasserlassen und vor allem die nächtliche
Rennerei zum Klo.
Bei vielen Patienten waren die Ergebnisse so
durchschlagend, daß sogar eine vorher notwendige
Prostataoperation vermieden werden konnte.
Dabei sind die Opuntiablüten keinesfalls als ein
Medikament anzusehen und der Genuß des Tees sollte Sie
auch nicht verleiten bei Prostatabeschwerden auf
ärztlichen Rat zu verzichten! Es besteht ja immer die
Möglichkeit einer Krebserkrankung und die sollte so
früh wie möglich erkannt werden.
Allerdings kann Opuntia ficus indica
bei Herren mittleren Alters dafür sorgen, daß eine
gutartige aber lästige Vergrößerung der Prostata
eventuell gar nicht erst auftritt.
Die Opuntiablüten sind als Nahrungsmittel oder als
Nahrungsergänzungsmittel anzusehen. Am ehesten könnte
man noch den Vergleich mit Pfefferminztee ziehen, der
ebenfalls heilsame Wirkungen zeigt, aber gleichfalls
gerne als Genußmittel getrunken wird. Ähnlich wie
Pfeffeminz- und andere Kräutertees sollte jedoch auch
Opuntiatee nicht zügellos, sondern in Maßen genossen
werden.
Die wohltuenden etherischen Öle wirken dann am
allerbesten auf den Organismus.
Eine erfreuliche "Nebenwirkung"
Nebenwirkungen im üblichen Sinne, wie
man sie etwa von Beipackzetteln vieler Medikamente her
kennt, sind bei Opuntia ficus indica nicht bekannt
geworden. Allerdings haben die Kaktusblüten offenbar
eine positive Nebenwirkung.
Das hat jedenfalls ein 91jähriger Patient aus dem
Altersheim Rahmad-Aviv in Israel geschrieben.
Er freue sich, daß er keine Prostataoperation mehr
nötig habe, schreibt er, nun störe ihn aber, daß sein
Penis wieder häufiger anschwelle. Dies, so beklagt er
sich, sei in seinem Alter wirklich eine unnötige
Wohltat. Schließlich habe er lange genug vom Baum dieser
Erkenntnis gekostet.
Nun ja, probieren Sie einfach einmal aus, ob sich
vielleicht auch bei Ihnen weitere "Wohltaten"
einstellen.
Wir empfehlen die getrockneten Blüten natürlich in
erster Linie gegen die Malaise mit der Prostata.
Opuntia-Tee
Wahrscheinlich werden Sie
Opuntiablütentee als Pulver und nicht in Form ganzer
Blüten erhalten. Das Pulver geben Sie ganz einfach in
die handelsüblichen Teefilter, die es in jedem
Supermarkt gibt. Als Richtwert für die Menge können Sie
zwischen 1 und 2 Teel. nehmen, das entspricht etwa 1,5 -
3 g je Portion Tee. Nach dem Aufbrühen lassen Sie den
Tee etwa 6-10 Minuten ziehen.
Wenn Sie die Inhaltsstoffe restlos verwerten möchten,
dann können Sie das Pulver nach der Verwendung im Tee
auch ein zweites Mal verwenden, etwa als Zusatz zum
Müsli, in Saucen oder wo auch immer die pulvrige
Konsistenz nicht stört. Der Geschmack ist sehr neutral.
Ganze Blüten lassen sich direkt im Tee verwenden, 3
Blüten entsprechen da etwa 1 Gramm. Für andere
Anwendungen müßten Sie diese zerkleinern, entweder im
Mörser oder in einer Kaffeemühle mit Schlagwerk.
Liebeskonfekt aus der Wüste
Für den, der das Nützliche mit dem Angenehmen
verbinden will, hier noch drei Rezepte für ein Konfekt,
in das wir das Blütenpulver eingearbeitet haben -
Liebespralinen sozusagen. Wir haben den Rezepten jeweils
12 g Blütenpulver zugesetzt. Das entspricht etwa 20
getrockneten Blüten. Da die Tagesdosis bei etwa 1,5
Gramm liegt, reichen die Pralinen jeweils für acht Tage:
Rumkugeln
50 g geriebene Mandeln
50 g Zartbitter-Schokolade
30 g Schokoladenstreusel, Kokosflocken oder geraspelte
weiße Kuvertüre
50 g weiche Butter oder Margarine
25 g Puderzucker
2 cl Rum (ein Schnapsglas)
12 g pulverisierte Feigenkaktusblüten
Zartbitter-Schokolade raspeln. Butter
und Puderzucker cremig rühren. Dann Mandeln, Schokolade
und Blütenpulver hinzugeben. Pralinen in den
Schokostreuseln oder Kokosflocken wälzen und etwa ein
Stunde kalt stellen.
Ergibt etwa 30 Stück.
Erotik-Crunchies
150 g Vollmilchkuvertüre
12 g Kaktusblüten
ca. 2 Tassen Cornflakes
Kuvertüre im Wasserbad schmelzen, die
pulverisierten Kaktusblüten und die Cornflakes
hinzugeben. Alles gut vermischen und dann mit zwei
Teelöffeln kleine Bällchen abstechen. Auf einem
Backblech erkalten lassen.
Ergibt etwa 15 Stück.
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Änderung: 28.11.99 |
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